Aktuelles.

LH Stelzer/LRin Langer-Weninger/FPräs Mayer: FEUER & FLAMME Die Botschafterinnen der Oö. Feuerwehren

Es war ein durchaus steiniger und mühevoller Weg, den Frauen zurücklegten, um sich ihren Platz im Feuerwehrwesen zu sichern. Einst im Funkwesen im Hintergrund tätig, sind die Kameradinnen heute in fast allen Ebenen im Oö. Feuerwehrwesen angekommen. Mittlerweile dürfen 834 von 910 oberösterreichischen Feuerwehren Frauen in ihren Mitgliederreihen begrüßen – Tendenz steigend.

„Ich danke allen Ehrenamtlichen in unserem Land, insbesondere auch den Kameradinnen der Feuerwehren. Dieses Engagement macht Oberösterreich stark und sicher. Bei uns bleibt es aber nicht nur bei einem Dankeschön, sondern wir unterstützen die ehrenamtliche Arbeit und holen die Heldinnen und Helden vor den Vorhang“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer, der sich zuversichtlich zeigt, dass durch Initiativen wie dieser es gelingen werde, noch mehr Frauen für die Feuerwehren zu begeistern.

Frauen in der Feuerwehr

Bundesweit liegt der weibliche Mitgliederanteil in den Feuerwehren aktuell bei rund 9%. „Auch wenn wir in Oberösterreich mit rund 10% knapp über dem bundesweiten Schnitt liegen, sind wir noch weit von unserem Ziel entfernt!“, hält Oberösterreichs Feuerwehr-Landesrätin Michaela Langer-Weninger fest und ergänzt: „Frauen bereichern mit ihrem Mut, ihrem Können und mit einer anderen Perspektive die Reihen unserer Freiwilligen Feuerwehren. Daher sind die Kameradinnen in der Feuerwehr-Erfolgsgeschichte nicht nur herzlich willkommen, sondern unverzichtbar! Daher möchte ich Danke sagen. Danke für das Durchhaltevermögen und das Engagement das ihr tagtäglich erbringt.“ Aus diesem Grund hat das Land Oberösterreich gemeinsam mit dem Oö. Landesfeuerwehrverband zur Veranstaltung „Feuer & Flamme – Botschafterinnen der Oö. Feuerwehren“ geladen. Dabei stand die Unverzichtbarkeit von Frauen im Feuerwehrwesen klar im Fokus. Durch aktives Mitwirken sollen künftig die Kameradinnen als Botschafterinnen fungieren und durch ihre Motivation und ihre Leidenschaft mehr Frauen für die Feuerwehren im Lande begeistern und gewinnen.

Die Veranstaltung markierte weder den Beginn noch das Ende der Bemühungen, Frauen für den Feuerwehrdienst zu begeistern. Bereits 2019 beauftragte die Landes-Feuerwehrleitung den Arbeitsausschuss für Freiwilligkeit und Ehrenamt damit, die Rolle von Frauen in der Feuerwehr zu evaluieren und klare Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Frauenanteil sollte gesteigert werden – mit Erfolg. Die Zahlen der weiblichen Neuzugänge (Jugend und Aktive) übersteigt mittlerweile jenen der Männer. Mussten sich die ersten Frauen in den Feuerwehren ihren Platz noch schwer erkämpfen, so sind sie mittlerweile ein essenzieller Bestandteil des Feuerwehrsystems, der nicht mehr wegzudenken ist.  Ein nicht einfacher Weg, aber die Feuerwehrfrauen sind ihn gegangen und dafür gebührt ihnen großer Respekt. Diese positive Entwicklung des Frauenanteils wird vom Oö. Landes-Feuerwehrverband gefördert und gefordert, denn es ist eine grundlegende Weiterentwicklung des Feuerwehrsystems.

FPräs Mayer freute sich, dass so viele Feuerwehrkameradinnen der Einladung für den Abend gefolgt sind: „Danke, geschätzte Feuerwehrkameradinnen, für euer Bemühen und euer Engagement im Feuerwehrwesen. Danke, dass ihr nicht aufgegeben habt und als Teil dieser Gemeinschaft Feuer und Flamme seid,“ so FPräs Robert Mayer der mit LRin Langer-Weninger an diesem Abend ein Zeichen für die Wertschätzung von Frauen im Feuerwehrwesen setzen möchte. „Ihr seid Botschafterinnen für Frauen in der Feuerwehr und Vorbilder für junge Mädchen und Frauen, denen vielleicht einfach das letzte Quäntchen fehlt oder eine Unsicherheit spüren, auch der Feuerwehr beizutreten. Ich bitte euch diese Rolle auch weiterhin zu übernehmen. Mit euch wird das Spektrum erweitert. Mit euch gewinnt das Feuerwehrwesen.“

Im Team erfolgreich

Als Highlight des Abends stand der Keynote “Was macht erfolgreiche Teams aus?” von Viktoria Schnaderbeck, ehemalige Kapitänin des ÖFB-Nationalteams im Fokus. Mit ihren Impulsen zog Schnaderbeck Parallelen zwischen den Herausforderungen in der männerdominierten Welt des Fußballs und jenen im Feuerwehrwesen. Die Zuhörerinnen wurden nicht nur ermutigt, sondern dazu inspiriert, die gewonnenen Erkenntnisse als Antrieb für ihre eigenen Ambitionen zu nutzen.

Bild zur Aussendung

Diesen Beitrag teilen

Weitere Themen