Der Entdecker und Trainer vieler oberösterreichischer Skisprung-Größen verstarb im
93. Lebensjahr
„Andreas Goldberger, Werner Rathmayr, Bernhard Zauner oder Franz Neuländtner – die Liste an großartigen Skispringern, die Richard Dieß als Trainer geformt hat, ist lange. Er war der Mann hinter dem Höhenflug des oberösterreichischen Skisprungs. Mit seinem Tod verliert das Sportland Oberösterreich eine prägende Sport-Persönlichkeit,“ sagt Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer zum Ableben des Innviertlers. Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner betont: „Richard Dieß hat den Höhenflug der oberösterreichischen Skispringer eingeläutet. Er ging stets als Vorbild voran, sein Name im Sprungsport bleibt unvergessen.“ Der langjährige Landestrainer Richard Dieß starb am 16. Juni im Alter von 93 Jahren.
Als Richard Dieß im Jahr 1969 Landestrainer wurde, begann die Erfolgsgeschichte der oberösterreichischen Skisprung-Adler. Dabei hatte der Innviertler erst mit 20 Jahren selbst seinen ersten Wettkampfsprung absolviert. In den Landeskader hatte er es trotzdem geschafft. 1983 gelang dem früheren ÖBB-Beamten als Trainer der erste große Erfolg: Der Hinzenbacher Bernhard Zauner flog bei der Junioren-Weltmeisterschaft zu Bronze. 1992 ging es Schlag auf Schlag, als der Stern des Waldzellers Andreas Goldberger aufging. Richard Dieß hat 1993 das Goldene Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich erhalten.
Dieß blieb dem Sprungsport bis ins hohe Alter treu. Mit 80 schnallte der mehrfache Masters-Weltmeister noch einmal in Höhnhart die Skisprunglatten an. Sein Erfolgsgeheimnis: Täglicher Sport und gesunde Ernährung. Mit seiner Frau Margareta besuchte der Konsulent für das oberösterreichische Sportwesen auch bis zuletzt immer wieder Veranstaltungen. Sein Sohn Alexander Dieß ist ebenfalls ein erfolgreicher Skisprung-Trainer.





