Vor genau zehn Jahren wurde im Rahmen der „Powerregionen“ das Wissenschafts- und Innovationsnetzwerk RLS-Sciences gegründet. Ziel ist es, zukunftsorientierte, grenzüberschreitende Forschungsnetzwerke zu etablieren, die Innovationen vorantreiben. Oberösterreich ist Teil dieses Netzwerkes, dem auch Bayern, Georgia, Québec, São Paulo, Shandong und Westkap angehören.
Erstmals hat seit Montag das RLS-Sciences-Netzwerk unter der Führung von Prof. Dr. Louis Gosselin (Universität Laval Québec) in Linz und München getagt. Rund 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Regionen haben sich zu den Themen Digitalisierung, Luft- und Raumfahrt, Kleine Satelliten, Energie und Digitale Gesundheit ausgetauscht. Enge Kontakte gab es dabei zu oberösterreichischen Unternehmen sowie den Universitäten und Fachhochschulen in unserem Land.
Als wichtiges Ergebnis der Konferenz wurde zudem beschlossen, das gemeinsame Forschungsportfolio um einen weiteren Zukunftsbereich zu erweitern. Mit „Precision Agriculture“ wird künftig ein sechstes Forschungsfeld im RLS-Sciences-Netzwerk verankert. Ziel ist es, durch den Einsatz moderner Technologien Landwirtschaft effizienter, nachhaltiger und widerstandsfähiger zu gestalten.
Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer betonte, wie wichtig es ist, „Fortschritt zu einem Stammgast im eigenen Land zu machen. Netzwerke wie RLS-Sciences haben großes Potenzial, um uns als Powerregionen gemeinsam im internationalen Wettbewerb voranzubringen.“ Entscheidend dabei, so Stelzer, sei die enge Einbindung von Wissenschaft und Forschung. „Erfolgreich ist, wer einen Schritt voraus ist. Daher müssen Unternehmen möglichst schnell Zugänge zu Know-how, Talenten und Technologietransfer bekommen. Auch dazu leisten Netzwerke wie RLS-Sciences einen wichtigen Beitrag. Dass wir mit Precision Agriculture nun einen weiteren Forschungsschwerpunkt aufnehmen, zeigt, wie stark dieses Netzwerk Zukunftsthemen gemeinsam vorantreibt.“
Die RLS-Sciences-Konferenz 2026 in Linz und München war die vierte Konferenz dieses Netzwerkes nach São Paulo 2019, Bayern 2022 und Québec 2024. Die Konferenz bietet wissenschaftlichen Delegationen aus allen Partnerregionen eine Plattform, um laufende Aktivitäten vorzustellen, Themenfelder weiterzuentwickeln und konkrete Kooperationsansätze herauszuarbeiten.




