„Mit der KI-Exzellenzstrategie hat sich Oberösterreich klar positioniert: Wir wollen nicht nur bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz zur europäischen Spitze zählen, sondern KI breit in Wirtschaft und Gesellschaft verankern. Dass ein Forschungszentrum eine eigene Beteiligungsgesellschaft gründet, ist für Österreich einzigartig und stärkt den Innovationsstandort Oberösterreich. Das SCCH leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der KI-Exzellenzstrategie. KI soll nicht nur in Forschungslabors stattfinden, sondern konkret bei den Menschen und Unternehmen ankommen. Entwicklungen wie diese zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, betont Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.
„Das SCCH setzt mit der Gründung einen wichtigen Impuls, um aus technologischen Spitzenleistungen neue Unternehmen, hochwertige Arbeitsplätze und zusätzliche Wertschöpfung zu schaffen. Die bisherigen Beteiligungen und Spin-offs wie TrustifAI, Responsible Annotation Services (RAS) und SYSPARENCY zeigen, wie wissenschaftliche Exzellenz erfolgreich in wirtschaftlichen Nutzen überführt werden kann. Aus Forschung entstehen innovative Unternehmen, die neue Märkte erschließen, Investitionen anziehen und den Wirtschaftsstandort Oberösterreich langfristig stärken.“, sagt Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner.
Innovationstreiber der digitalen Transformation
Als Österreichs einziges COMET-Zentrum für Data Science und Software Science zählt das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) zu den führenden Forschungs- und Innovationspartnern von Wirtschaft und Industrie. Rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln gemeinsam mit Unternehmen wie Siemens Energy, Sprecher Automation, KEBA, Fronius, ENGEL, TRUMPF oder voestalpine digitale Technologien der Zukunft – von Künstlicher Intelligenz über datengetriebene Analytik bis hin zu intelligenten Softwaresystemen. Die hohe Relevanz für die Wirtschaft zeigt sich auch in den Zahlen: Das Volumen der Auftragsforschung konnte seit 2022 nahezu verdoppelt werden.
Das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) hebt den Technologietransfer auf die nächste Stufe und gründet mit der SCCH Innovations GmbH eine eigene Gesellschaft für Beteiligungen, Spin-offs und Joint Ventures. Ziel ist es, vielversprechende Technologien und Geschäftsmodelle noch schneller aus der Forschung in die wirtschaftliche Anwendung zu bringen und daraus neue Unternehmen, hochwertige Arbeitsplätze und zusätzliche Wertschöpfung für Oberösterreich zu schaffen.
Tragfähiges Modell für zusätzliche Wertschöpfung
„Unsere Beteiligungsstrategie steht für einen neuen Wachstumspfad für Innovationen aus dem SCCH. Die Gründung der SCCH Innovations GmbH ist der nächste konsequente Schritt. Unsere bisherigen Beteiligungen bestätigen das große Potenzial. Jetzt geht es darum, dieses tragfähige und in dieser Form einzigartige Modell gezielt zu skalieren und zusätzliche Wertschöpfung zu erschließen“, sagt Dipl.-Umweltwiss. Mag. Markus Manz, CEO des SCCH und der SCCH Innovations GmbH.
„SCCH zeigt deutlich, wie Forschungszentren neue Wege zur Verwertung von Innovationen erschließen und gleichzeitig neue Finanzierungsquellen für zukünftige Forschung aufbauen können. Mit diesem konsequenten Kurs und dem Aufbau von klaren Strukturen übernimmt SCCH eine Vorreiterrolle im UAR Innovation Network“, sagt DI Dr. Wilfried Enzenhofer, MBA, Geschäftsführer der Upper Austrian Research GmbH, die Forschungsleitgesellschaft des Landes OÖ.
Vorreiter zeigen das Potenzial
Mehrere Beteiligungen und Unternehmensgründungen verdeutlichen bereits die Chancen dieses Modells. Gemeinsam mit TÜV AUSTRIA etablierte das SCCH 2023 mit TRUSTIFAI den österreichischen Prüf- und Zertifizierungshub für vertrauenswürdige KI-Systeme. Im Unterschied zu klassischen Zertifizierungen von Managementsystemen bewertet TRUSTIFAI die KI-Systeme selbst. Mehr als 330 Prüfkriterien schaffen die Grundlage für den sicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz in sensiblen Bereichen wie Industrie, Gesundheitswesen und Mobilität.
Ein weiteres Beispiel ist das KI-Spin-off Responsible Annotation Services (RAS). Das Unternehmen verbindet hochwertige Datenannotation für KI-Anwendungen mit gesellschaftlicher Wirkung und schafft qualifizierte Arbeitsplätze für Menschen im Autismus-Spektrum. SCCH ist mit zehn Prozent an dem Unternehmen beteiligt und begleitet dessen Weiterentwicklung als strategischer Partner.
Wie Forschung aus Oberösterreich den Weg in internationale Märkte findet, zeigt SYSPARENCY: Das gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen ReqPOOL gegründete Unternehmen unterstützt Organisationen bei der Modernisierung komplexer Legacy-Systeme und der nachhaltigen Transformation ihrer IT-Landschaften. Nach erfolgreichen Projekten in Österreich und Deutschland ist das Unternehmen mittlerweile auch am US-Markt aktiv.





