HyCentA baut Flüssigwasserstoff-Forschung in OÖ aus:
Neues Liquid Hydrogen Lab entsteht in Enns
Hochspezialisierte Forschungs- und Testinfrastruktur in Oberösterreich soll Entwicklung von Flüssigwasserstoff-Technologien für Industrie und Mobilität beschleunigen
Das Hydrogen Research Center Austria – kurz HyCentA – erweitert seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich Flüssigwasserstoff. Mit dem Liquid Hydrogen Lab (LHL) entsteht am neuen Standort in Enns eine hochspezialisierte Forschungs- und Testinfrastruktur für Flüssigwasserstoff und kryogene Technologien. Baubescheid und Betriebsanlagengenehmigung liegen vor. Das Projekt befindet sich in der Umsetzungsphase. Die Inbetriebnahme des LHL ist bereits für das erste Quartal 2027 geplant.
Mit einem Investitionsvolumen von rund 6,6 Millionen Euro erweitert das LHL die bestehenden Forschungsaktivitäten von HyCentA in Graz um umfassende Möglichkeiten zur Entwicklung, Prüfung und Validierung von Flüssigwasserstoff-Technologien. Die Errichtung des LHL wurde durch eine F&E-Infrastrukturförderung des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) im Rahmen des FFG-Programms „Energieforschung 2024 FTI Fokusinitiativen“ ermöglicht. Von der neuen Forschungs- und Testinfrastruktur sollen insbesondere Anwendungen in Industrie, Luft- und Raumfahrt, Straßen- und Schienenverkehr sowie in der Schifffahrt profitieren.
Das Vorhaben wurde von der HyCentA-Geschäftsführung gemeinsam mit Vertreter:innen aus Wissenschaft, Politik und Forschungsförderung am künftigen Standort in Enns präsentiert. TU Graz-Rektor Horst Bischof betonte bei der Begrüßung: „Gemeinsam mit dem HyCentA hat die TU Graz ihre Wasserstoffinitiativen im Research Center „Green Hydrogen and Fuel Technologies“ gebündelt. Mit mehr als 300 Forschenden ist sie damit ein Top-3-Forschungsplayer in Europa. Mit dem Liquid Hydrogen Lab schaffen wir eine Forschungsinfrastruktur für Technologien, die bei der Transformation von Industrie und Mobilität eine wichtige Rolle spielen. Entscheidend ist, Forschungserkenntnisse gemeinsam mit der Industrie möglichst rasch in konkrete Anwendungen zu überführen. Genau dafür steht die TU Graz gemeinsam mit HyCentA seit mehr als 20 Jahren.“
„Dieser Anlass steht nicht nur für den Ausbau einer Forschungsinfrastruktur, sondern auch für eine erfolgreiche Zusammenarbeit über Bundesländergrenzen hinweg. Mit der TU Graz verbindet die UAR seit vielen Jahren eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Ansiedlung von HyCentA am Standort Enns ist die konsequente Fortsetzung einer erfolgreichen Partnerschaft über das UAR Innovation Network“, sagt UAR-Geschäftsführer Wilfried Enzenhofer. Mit dem neuen Standort wird HyCentA noch stärker in das UAR Innovation Network eingebunden.





