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LH Stelzer: Ausstellung „MADE IN RESIDENCY“ in der KUNSTSAMMLUNG des Kulturlandes Oberösterreich

LH Stelzer: „Die Gastateliers sind Orte des kulturellen Austauschs, der Begegnung und der auch grenzüberschreitenden Zusammenarbeit“

Mit der Ausstellung „MADE IN RESIDENCY“ präsentiert die KUNSTSAMMLUNG des Kulturlandes Oberösterreich künstlerische Arbeiten, die im Rahmen zweier Gastaufenthalte in den von der KUNSTSAMMLUNG angebotenen Gastateliers entstanden sind. Im Mittelpunkt stehen die Arbeiten der Künstlerinnen Claudia Pilsl und Lisa Großkopf, die während ihrer Residencies im Salzamt in Linz und in Český Krumlov entwickelt wurden.

„Mit seinen Gastateliers schafft das Land Oberösterreich wertvolle Freiräume für Kunstschaffende, in denen sie neue Perspektiven entwickeln und internationale Kontakte knüpfen können. Die Atelieraufenthalte sind mehr als eine Förderung einzelner Künstlerinnen und Künstler: Sie bieten Orte des kulturellen Austauschs, der Begegnung und der auch grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Damit stärken wir die Sichtbarkeit und Vernetzung der oberösterreichischen Kunst und Kultur“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Claudia Pilsl beschäftigt sich in ihren fotografischen und filmischen Arbeiten mit der Verschränkung von Leben und Kunst. Während ihres Aufenthalts 2025 im Salzamt in Linz entstand die Arbeit „a rose is a rose is a rose“. Das gleichnamige Moving Image verbindet Aufnahmen der Donau, die aus dem Fenster des Ateliers zu sehen ist, mit Phytogrammen von Rosen. Die Rose als kulturell aufgeladene Metapher trifft dabei auf das ständig in Bewegung befindliche Wasser des Flusses. Der Blick aus dem Atelierfenster verweist zugleich auf die historische Bedeutung dieses Motivs für Linz und insbesondere auf den Blick aus der Wohnung Adalbert Stifters in unmittelbarer Nähe zum Salzamt. Die Arbeit verbindet Wahrnehmung, Ort und kunsthistorische Referenzen zu einer poetischen Reflexion über die Veränderlichkeit von Bildern und Bedeutungen.

Lisa Großkopf nahm ihren Aufenthalt in Český Krumlov zum Anlass, das Format der Artist in Residency selbst kritisch zu hinterfragen. Die skulpturale Serie „Kontakte knüpfen“  thematisiert die Bedeutung von Vernetzung innerhalb der internationalen Kunstwelt: Handgeknüpfte Freundschaftsbänder an bronzenen Armen werden dabei zum augenzwinkernden Maßstab für persönlichen Erfolg oder Misserfolg beim „Networking“. Gleichzeitig reflektiert Großkopf die spezifischen Bedingungen des Aufenthalts, die weniger von schneller Vernetzung als von konzentriertem Arbeiten und inhaltlicher Auseinandersetzung geprägt waren. Die begleitenden Videoarbeiten „DEADLINE IS CLOSE“ und „TIME FLIES BY“ kommentieren humorvoll den Arbeitsprozess und das unvermeidliche Aufschieben angesichts einer näher rückenden Deadline.

„MADE IN RESIDENCY“ gibt damit Einblick in unterschiedliche künstlerische Arbeitsweisen und zeigt, wie Aufenthalte in Gastateliers zu Ausgangspunkten für neue Arbeiten und zur Reflexion über Ort, Arbeitsprozesse und die Bedingungen künstlerischer Produktion werden.

Mehr Informationen zu den Artist-in-Residence-Angeboten des Landes Oberösterreich: www.diekunstsammlung.at – Gastateliers

Infos:

Ausstellung „MADE IN RESIDENCY“ (kuratiert von Mag.a Dr.in Maria Reitter-Kollmann, Leiterin der KUNSTSAMMLUNG) von 28. Oktober bis 3. Dezember 2026 im Art Space der KUNSTSAMMLUNG des Landes OÖ im Ursulinenhof, 2. Stock, Landstraße 31, 4020 Linz; www.diekunstsammlung.at

Eröffnung am Dienstag, 27. Oktober 2026, 18:30 Uhr

Fotos zur Auszeichnung

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