LH Stelzer: „Mit der Ausstellung ‚Ausgezeichnet‘ holen wir herausragende künstlerische Positionen vor den Vorhang und machen sichtbar, wie vielfältig und innovativ in Oberösterreich gearbeitet wird“
Die neue Ausstellung „Ausgezeichnet“ der KUNSTSAMMLUNG des Kulturlandes OÖ rückt die Preisträgerinnen und Preisträger der Landeskulturpreise 2025 in den Mittelpunkt und versammelt Arbeiten der vier mit den Talentförderungsprämien für Bildende Kunst ausgezeichneten künstlerischen Positionen.
„Kunst lebt davon, gesehen, erlebt und diskutiert zu werden. Mit der Ausstellung ‚Ausgezeichnet‘ holen wir herausragende künstlerische Positionen vor den Vorhang und machen sichtbar, wie vielfältig und innovativ in Oberösterreich gearbeitet wird. Die Werke zeigen unterschiedliche Perspektiven, überraschen und regen zum Nachdenken an. Genau diese Vielfalt und Offenheit zeichnen ein lebendiges Kulturland aus“, sagt Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.
Die Soundinstallation deadBatteryMusic – Tiny Techno Orchestra wurde von Wolfgang „Fadi“ Dorninger (Großer Landespreis für Kultur – Experimentelle und interdisziplinäre Formen künstlerischen Arbeitens) eigens für diese Ausstellung zusammengestellt. Das Licht ist der Spieler, die Lichtsteuerung die Komposition und der Zufallsklang entsteht durch Überlagerungen von Lichtwellen.
Der eigene Körper als „Bild“träger und Medium, der Körper als leere „Leinwand“ und als Werbebotschaft der eigenen Kunstfigur ist das zentrale Thema von Bernadette Huber (Landespreis für Kultur – Experimentelle und interdisziplinäre Formen künstlerischen Arbeitens). Sie arbeitet in verschiedenen künstlerischen Medien und verlässt bei ihrer Fotoperformance „HUBERnadette. Das Modell malt.“ in der Rolle als REIZ-Wäschemodel die klassische leere „Leinwand“.
Mit seinen organisch geschwungenen Objekten, die wie Wesen aus einer anderen Welt erscheinen, besetzt Manfred Wakolbinger (Landespreis für Kultur – Bildende Kunst) reale und virtuelle Räume. In der Ausstellung zeigt der Künstler sowohl fotografische Arbeiten seiner im urbanen Raum platzierten Skulpturen als auch spiralförmige Skulpturen der Serie Galaxies.
Theresa Ulrike Cellnigg, Judith Gattermayr, David Kapl und Michaela Kessler wurden 2025 mit der Talenförderungsprämie für Bildende Kunst ausgezeichnet.
In Theresa Ulrike Cellniggs Gemälden geht es um die Darstellung von Gefühlen durch figurative Malerei, die sich aus persönlichen Erlebnissen, Metaphern, kunsthistorischen Darstellungen und aktuellen Phänomenen speist und aus feministischer Perspektive erzählt wird. Judith Gattermayr zeigt installative und skulpturale Arbeiten aus Gurten, Textilien, gefundenen Materialien, etc. die an Kleidung und Accessoires erinnern. „In Search of New Rivers“ (2023) von David Kapl umfasst eine fünf Meter lange, künstlerisch gestaltete topografische Flusskarte, die eine zweimonatige Flussreise verarbeitet und neben der Topografie auch die emotionalen Höhen und Tiefen der Reise sichtbar macht. Ergänzt wird sie durch eine zweite, ebenfalls fünf Meter lange kartografische Wegbeschreibung. Michaela Kessler ist für ihre großformatigen Arbeiten bekannt, in denen sie formale Gebilde in Szene setzt, die an Körperlich-Organisches ebenso erinnern wie an sich ausbreitende, amorphe Massen. Durch die mediale Reduktion auf den blauen Kugelschreiber entwickelt sie diese Formen ausschließlich aus dem Strich heraus und erzeugt durch Verdichtungen den Eindruck von Plastizität und Räumlichkeit. In dieser Ausstellung präsentiert die Künstlerin ein Ölgemälde, das den Beginn einer neuen Werkserie markiert und eine Weiterentwicklung ihrer bisherigen künstlerischen Auseinandersetzung erkennen lässt.
Infos:
Ausstellung AUSGEZEICHNET (kuratiert von Mag.a Dr.in Maria Reitter-Kollmann, Leiterin die KUNSTSAMMLUNG) von 3. September – 8. Oktober 2026 (Eröffnung: 2. September, 18.30 Uhr) in den Art Spaces der KUNSTSAMMLUNG des Landes OÖ im Ursulinenhof, 2. Stock, Landstraße 31, 4020 Linz;
Die Ausstellung ist auch während der Ars Electronica im Ursulinenhof geöffnet.
www.diekunstsammlung.at





