LH Stelzer: Der Lern- und Gedenkort ist ein Mahnmal für die Würde der Menschen
Schloss Hartheim erhält den Österreichischen Museumspreis 2026, der mit 20.000 Euro dotiert ist. Der Lern- und Gedenkort wurde vom Museumsbeirat des Kulturministeriums empfohlen. Verliehen wird die Ehrung am 15. Oktober in Eisenstadt im Rahmen des Museumstages.
„Wir freuen uns mit Schloss Hartheim über die höchste Museums-Auszeichnung der Republik. Der Lern- und Gedenkort ist ein Mahnmal für die Würde der Menschen, ein Ort des Erinnerns, aber auch eine Brücke zu Gegenwart und Zukunft, in der wir dafür verantwortlich sind, dass Menschen nicht verachtet und ausgegrenzt werden“, sagt Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, der sich beim engagierten Team herzlich für den Einsatz bedankt.
Etwa 30.000 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter wurden in der Gaskammer der Tötungsanstalt der Nationalsozialisten zwischen 1940 und 1944 ermordet. Mit der Einrichtung der “Stiftung Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim” durch das Land Oberösterreich im Jahr 2005 konnte die Finanzierung der Institution dauerhaft gesichert werden. 2023 wurde im Schloss Hartheim die Dauerausstellung “Wert des Lebens” eröffnet. Sie zeigt die Entwicklung der Situation behinderter Menschen vom Zeitalter der Aufklärung bis zur Gegenwart und stellt Fragen aus Bereichen der Ethik und Medizin. Ein umfangreiches Vermittlungsangebot sensibilisiert sowohl im schulischen als auch im außerschulischen Bereich zu der Thematik und stellt Bezüge zur Gegenwart her.



