OÖ. Flughafen-Manifest unterzeichnet: Schulterschluss Land, Stadt, Wirtschaft & Industrie für internationale Standortanbindung
Mit der Unterzeichnung des „Flughafen-Manifests Oberösterreich“ haben die Eigentümer Land OÖ und Stadt Linz sowie Wirtschaftskammer OÖ und Industriellenvereinigung ein klares Bekenntnis abgelegt, Aktivitäten und Initiativen zu setzen, um die Flugverbindung Linz-Frankfurt sowie gegebenenfalls auch weitere Linienverbindungen ab Linz nachhaltig zu stärken und langfristig abzusichern. „Ziel dieses Schulterschlusses ist es, innerhalb der kommenden vier Jahre eine derart stabile Nachfrage und Auslastung zu erreichen, dass diese Verbindung dauerhaft eigenwirtschaftlich betrieben werden kann und künftig keine weiteren Zuschüsse des Landes OÖ erforderlich sind“, bekundeten Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner, Bürgermeister Mag. Dietmar Prammer, Wirtschaftskammer OÖ-Präsidentin Mag.a Doris Hummer und Industriellenvereinigung OÖ-Präsident Thomas Bründl im Rahmen der Unterzeichnung.
Das Flughafen-Manifest OÖ steht somit für das gemeinsame Bekenntnis von Politik und Wirtschaft, den Flughafen Linz als internationale Drehscheibe zu stärken und die Flugverbindung Linz–Frankfurt als unverzichtbare Infrastruktur für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand in Oberösterreich dauerhaft abzusichern.
Die Unterzeichnerin und die Unterzeichner dieses Manifests verpflichten sich insbesondere zu folgenden Maßnahmen:
- Bevorzugte Nutzung der Verbindung Linz–Frankfurt: Internationale Geschäftsreisen und Umsteigeverbindungen werden nach Möglichkeit über den Flughafen Linz abgewickelt.
- Verankerung in Reiserichtlinien der Unternehmen: Es sollen Maßnahmen gesetzt werden, damit Betriebe die Nutzung der Linz-Frankfurt-Verbindung systematisch in ihre internen Mobilitäts- und Reiserichtlinien integrieren.
- Aktive Mobilisierung der Wirtschaft: Wirtschaftskammer OÖ und Industriellenvereinigung OÖ werben gezielt bei Mitgliedsbetrieben für die Nutzung dieser Verbindung.
- Vorbildwirkung der öffentlichen Hand: Das Land Oberösterreich und die Stadt Linz verpflichten sich, Dienstreisen, die Flüge erfordern, nach Möglichkeit über den Flughafen Linz durchzuführen.
- Gemeinsame Standort- und Kommunikationsmaßnahmen: Politik, Wirtschaft und Flughafen setzen abgestimmt Initiativen zur Sichtbarmachung der Bedeutung dieser Verbindung.
- Regelmäßiges Monitoring der Auslastung: Die Entwicklung der Nachfrage wird laufend evaluiert, um gezielt weitere Impulse setzen zu können.
- Integration in die internationale Standortvermarktung: Die Frankfurt-Anbindung wird als zentraler Standortvorteil in der Ansiedlungs- und Exportstrategie Oberösterreichs positioniert.
- Konsequente Ausrichtung auf wirtschaftliche Eigenständigkeit: Alle Maßnahmen dienen dem Ziel, eine nachhaltige, eigenwirtschaftliche Tragfähigkeit der Strecke zu erreichen.
- Enge Abstimmung mit der Tourismuswirtschaft: Die Verbindung Linz-Frankfurt bedeutet nicht nur ein Tor zur Welt für Geschäftsreisende sowie Touristinnen und Touristen, sondern auch zusätzliche Chancen für den Incoming-Tourismus.
- Anbindung an Hub Frankfurt als Voraussetzung für internationale Kongresse & Veranstaltungen: Die Wiederanbindung an den globalen Hub Frankfurt schafft eine zentrale Voraussetzung dafür, dass internationale Kongresse sowie Sport- und Kulturveranstaltungen in Oberösterreich stattfinden können. Ebenso ist für die Gewinnung von Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt eine Flugverbindung nach Linz über den Hub Frankfurt existenziell.
Eine aktuelle Studie von Univ.-Prof. Dr. Teodoro D. Cocca von der Johannes Kepler Universität Linz bestätigt die volkswirtschaftliche Bedeutung des Flughafens Linz für Oberösterreich. Demnach beträgt die gesamte direkte, indirekte und induzierte regionale Bruttowertschöpfung der am Flughafen Linz angesiedelten Betriebe mit flugnahen Dienstleistungen rund 129 Mio. Euro jährlich. Insgesamt sichern diese Betriebe rund 2.234 Arbeitsplätze in Oberösterreich.
„Oberösterreich zählt zu den stärksten Industrie- und Exportregionen Europas. Dafür braucht es eine leistungsfähige internationale Anbindung. Der Flughafen Linz und die Verbindung Linz–Frankfurt sind ein wesentlicher Standortfaktor für unsere Betriebe, für Investitionen und für Arbeitsplätze in unserem Bundesland. Mit diesem gemeinsamen Manifest setzen Politik, Stadt und Wirtschaft ein klares und langfristiges Bekenntnis zum Flughafen Linz als Tor Oberösterreichs zur Welt“, betont Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.
„Für das international vernetzte Industrie- und Exportland Oberösterreich ist die direkte Anbindung an den globalen Hub Frankfurt unverzichtbar. Die Wiederanbindung das internationale Drehkreuz stärkt den Flughafen Linz als zentrale Infrastruktureinrichtung für unser Bundesland: Davon profitieren nicht nur Wirtschaft und Industrie, sondern auch andere Bereiche, wie Tourismus, Wissenschaft und Forschung oder auch der Sport. Denn für internationale Kongresse und Sportveranstaltungen ist eine Flugverbindung nach Linz über den Hub Frankfurt von zentraler Bedeutung“, unterstreicht Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner.
„Der Flughafen Linz ist wichtig für die internationale Anbindung und den Wirtschafts- und Forschungsstandort der Stadt Linz und für ganz Oberösterreich. Wir bekennen uns daher klar dazu, diese Anbindung zu stärken“, erklärt der Linzer Bürgermeister Mag. Dietmar Prammer.
„Gerade in Zeiten internationaler Konkurrenz um Aufträge und Fachkräfte braucht Oberösterreich eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur. Ein Flughafen mit internationaler Anbindung ist damit auch ein sichtbares Zeichen für den Standort OÖ. Für viele unserer Mitgliedsbetriebe vom Industriebetrieb bis zum KMU ist eine verlässliche Flugverbindung ein entscheidender Faktor, weil sie mit Geschäftspartnern aus allen Teilen der Welt zusammenarbeiten. Der Flughafen Linz schafft diese notwendige Verbindung zu globalen Kunden und Märkten und trägt so insgesamt zur Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Standortes OÖ bei. Die direkte Anbindung an das Drehkreuz Frankfurt bringt mehr Effizienz und bessere Planbarkeit im Tagesgeschäft“, so die Präsidentin der Wirtschaftskammer OÖ, Mag.a Doris Hummer.
„Die Industriellenvereinigung Oberösterreich bekennt sich im Rahmen des Flughafen-Manifest OÖ zur Wiederaufnahme der Flugverbindung zwischen dem Flughafen Linz und dem internationalen Drehkreuz Frankfurt am Main ausdrücklich. Damit wurde eine zentrale infrastrukturelle Voraussetzung für einen international wettbewerbsfähigen Industriestandort wiederhergestellt. Für ein exportorientiertes Industriebundesland wie Oberösterreich ist die direkte Anbindung an ein globales Drehkreuz unverzichtbar. Die IV OÖ unterstützt mit eigenen Aktivitäten und Initiativen das Ziel, die Verbindung nach Frankfurt langfristig abzusichern sowie in Zukunft weitere Anbindungen zu ermöglichen und das Ökosystem Flughafen generell zu stärken“, erklärt Thomas Bründl, Präsident der Industriellenvereinigung OÖ.



