Mit der offiziellen Verkehrsfreigabe am 7. April wurde die neue Kremsbrücke in Nettingsdorf ihrer Bestimmung übergeben – und das rund einen Monat früher als ursprünglich geplant. Das Infrastrukturprojekt gilt als wichtiger Meilenstein für die regionale Mobilität und Sicherheit in und um Nettingsdorf und Ansfelden.
Ersatzneubau war erforderlich
Die bestehende Kremsbrücke musste aufgrund ihres schlechten baulichen Zustands ersetzt werden. Bereits im Jahr 2022 hatte ein Gutachten erhebliche Schäden festgestellt, die eine wirtschaftliche Sanierung ausschlossen. Vor diesem Hintergrund fiel die Entscheidung für einen vollständigen Neubau, um langfristig eine sichere und leistungsfähige Verbindung zu gewährleisten. Der Baustart erfolgte am 18. August 2025. Seither wurde das Projekt mit hoher Intensität vorangetrieben – mit dem Ergebnis, dass die Verkehrsfreigabe früher als erwartet erfolgen konnte.
Moderne Brückenkonstruktion mit Fokus auf Sicherheit
Die neue Kremsbrücke wurde als moderne Bogenkonstruktion („Langerscher Balken“) ausgeführt. Sie weist eine Spannweite von rund 39,4 Metern sowie eine Breite von 12,05 Metern auf und erreicht eine Gesamthöhe von etwa sieben Metern.
Besonderes Augenmerk lag auf der Verkehrssicherheit und der Trennung der Verkehrsarten: Neben der Fahrbahn verfügt die Brücke über eigenständige Geh- und Radwege, die für mehr Sicherheit und Komfort im Alltagsverkehr sorgen. Gleichzeitig erfüllt die Konstruktion hohe Anforderungen im Bereich Hochwasserschutz sowie moderne gestalterische Standards.
Neugestaltung der Nettingsdorfer Straße
Im Zuge des Gesamtprojekts wurde auch die angrenzende Nettingsdorfer Straße auf einer Länge von rund 200 Metern neu trassiert. Die Straße wurde an das bestehende Verkehrsnetz sowie den Parkplatz der Smurfit Westrock in Nettingsdorf angebunden.
Die neue Straßenführung ist 11,10 Meter breit und wurde bewusst verkehrsberuhigt gestaltet. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h trägt zusätzlich zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer bei. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf rund fünf Millionen Euro brutto. Davon entfallen etwa 3,4 Millionen Euro auf den Brückenbau sowie rund 600.000 Euro auf die Straßenbauarbeiten. Weitere Mittel wurden für Planung, Bauaufsicht und Projektmanagement aufgewendet.
Finanziert wurde das Infrastrukturvorhaben gemeinschaftlich von der Stadtgemeinde Ansfelden, dem Land Oberösterreich sowie der Smurfit Westrock Nettingsdorf.
Fertigstellung der Gesamtmaßnahmen bis Sommer 2026
Auch wenn die Brücke bereits für den Verkehr freigegeben ist, laufen die Arbeiten im Hintergrund weiter. Der vollständige Abschluss des Projekts – einschließlich des Abbruchs der alten Brücke – ist für Anfang August 2026 vorgesehen.
„Mit der neuen Kremsbrücke setzen wir ein klares Zeichen für moderne und sichere Verkehrsinfrastruktur in Oberösterreich. Die vorzeitige Fertigstellung zeigt, dass effiziente Planung und konsequente Umsetzung Hand in Hand gehen können. Besonders die klare Trennung von Auto-, Rad- und Fußverkehr bringt ein deutliches Plus an Sicherheit und Qualität für alle Verkehrsteilnehmer,“ zeigt sich Landesrat Mag. Günther Steinkellner zufrieden.
„Mit der neuen Kremsbrücke in Nettingsdorf investieren wir gezielt in Sicherheit, Lebensqualität und einen leistungsfähigen Standort Oberösterreich. Dass dieses Projekt sogar früher als geplant fertiggestellt werden konnte, zeigt: Wenn alle Partner an einem Strang ziehen, entstehen rasch spürbare Verbesserungen für die Menschen. Moderne Infrastruktur ist die Grundlage dafür, dass unser Land wirtschaftlich stark bleibt und zugleich im Alltag gut funktioniert. Genau diesen Weg gehen wir konsequent weiter,“ so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.
Bürgermeister Christian Partoll hob im Rahmen der Eröffnung die Bedeutung des Projekts hervor:
„Mit dem Neubau der Kremsbrücke investieren wir in Sicherheit, Lebensqualität und wirtschaftliche Stärke vor Ort. Dieses Projekt zeigt beispielhaft, wie Land, Gemeinde und Industrie gemeinsam an einem Strang ziehen. Sie ist ein bedeutender Schritt für die Mobilität in unserer Stadt und erhöht die Lebensqualität für die Stadtteile Nettingsdorf und Kremsdorf nachhaltig.“





