Land OÖ stellt 326.500 Euro für Ausbau und Betrieb im Tierheim Freistadt bereit
Das Land Oberösterreich reagiert auf die steigenden Herausforderungen bei der Unterbringung von sogenannten Problemhunden und stellt zusätzliche Mittel zur Verfügung. Insgesamt 326.500 Euro an Sondermitteln sollen in der Sitzung der Oberösterreichischen Landesregierung am Montag, 23. März, beschlossen werden. Derzeit zeigt sich bei der Unterbringung von Problemhunden ein deutlicher Engpass: Ein Großteil der abgenommenen Problemhunde musste zuletzt außerhalb Oberösterreichs untergebracht werden, da geeignete Plätze fehlen. Das bedeutet nicht nur organisatorischen Mehraufwand, sondern auch zusätzliche Kosten.
Die Sondermittel sind konkret für den Zubau sowie den Betrieb spezieller Hundeplätze im Tierheim Freistadt vorgesehen. Ziel ist es, sichere und fachgerechte Verwahrmöglichkeiten für verhaltensauffällige bzw. gefährliche Hunde im eigenen Bundesland auszubauen. „Unser Ziel ist klar: Mehr Kapazitäten im eigenen Land, mehr Sicherheit für die Bevölkerung und bessere Bedingungen für die Tiere“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer.
LH Stelzer: „Unser Ziel muss sein, dass es gar nicht erst zu Problemfällen kommt“
Landeshauptmann Thomas Stelzer betont die Notwendigkeit des Ausbaus: „Das neue Hundehaltegesetz hat klar gezeigt, wo es noch Lücken gibt. Wenn Hunde behördlich abgenommen werden, endet unsere Verantwortung nicht. Wir müssen sicherstellen, dass diese Tiere professionell und sicher untergebracht werden können.“ Gleichzeitig richtet Landeshauptmann Thomas Stelzer einen Appell an künftige Hundehalter: „Unser Ziel muss sein, dass es gar nicht erst zu Problemfällen kommt. Wer sich für einen Hund entscheidet, übernimmt Verantwortung – und zwar langfristig.“ Ein Hund erfordere Zeit, Verlässlichkeit und eine bewusste Entscheidung: „Die Anschaffung eines Hundes sollte gut überlegt sein. Wer sich dieser Verantwortung von Anfang an bewusst ist und entsprechend handelt, leistet einen wichtigen Beitrag, um Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen.“
LR Winkler: „Die neuen Plätze sind ein klares Zeichen für Sicherheit und Verantwortung des Landes“
„Mit den neuen Plätzen tragen wir dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen in Oberösterreich Rechnung und setzen nach dem neuen Oö. Hundehaltegesetz den nächsten konsequenten Schritt für bestmöglichen Schutz der Bevölkerung. Bei bedauerlichen Bissvorfällen ist es entscheidend, dass die Behörden rasch reagieren und die notwendigen Maßnahmen setzen. Deshalb schaffen wir in Freistadt eine Clearingstelle für gefährliche Hunde, in der Tiere von den Bezirksverwaltungsbehörden schnell und sicher untergebracht sowie fachlich beurteilt werden können. Dafür braucht es speziell ausgestattete Plätze, qualifiziertes Personal und verlässliche Tierschutzpartner – Freistadt ist dafür der richtige Standort“, so Tierschutz-Landesrat Martin Winkler.
Mehr Kapazitäten im eigenen Land
Mit den nun vorgesehenen Mitteln wird gezielt in zusätzliche, speziell gesicherte Plätze investiert. „Mit diesen Sondermitteln setzen wir einen konkreten Schritt, um ein strukturelles Problem nachhaltig zu lösen und unsere Tierheime gezielt zu stärken“, betont LH Stelzer abschließend.




