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Einigung auf Eckpunkte der neuen TU in Oberösterreich als nächster Meilenstein

 

 

Der gemeinsame Beschluss der Bundesregierung sieht die Technischen Universität für Digitalisierung und digitale Transformation zwar als öffentliche Universität vor, aber mit einer neuartigen Organisationsstruktur, einem dynamischen Studienrecht und einem innovativen Studienangebot – bisher einzigartig in Österreich.

 

Zwölfeinhalb Monate nach der ersten Ankündigung hat sich die Bundesregierung auf erste, wesentliche Eckpunkte der geplanten neuen Technischen Universität für Digitalisierung und digitale Transformation in Oberösterreich geeinigt. Wissenschaftsminister Heinz Faßmann zeigt sich darüber sehr erfreut. „Ich bin stolz darauf, dass es uns in dieser kurzen Zeit gelungen ist, ein klares, gemeinsames Bild über die neue TU zu bekommen. Der gemeinsame Beschluss ist ein Meilenstein in der Entwicklung der neuen TU, weil damit klargestellt ist, dass eine völlig neue Art von Universität entstehen soll, die es bisher in Österreich nicht gibt“, betont Faßmann.

„Bei uns in Oberrösterreich werden Innovation und mutiges Vorangehen gelebt. Die neue Technische Universität für Digitalisierung ist ein starker Beweis dafür. Der digitale Wandel bringt neue Herausforderungen mit sich, die Aufgaben werden nicht leichter. Mit der österreichweit einzigartigen Universität wollen wir die technologische Zukunft und die digitale Transformation aktiv mitgestalten, damit unser Land am Erfolgsweg bleibt“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer.

So sieht der am Freitag verabschiedete Ministerratsvortrag vor, dass die TU Oberösterreich eine öffentliche Universität auf Grundlage der österreichischen Bundesverfassung (Artikel 81c Bundes-Verfassungsgesetz) mit völlig neuartiger Organisationsstruktur sein wird. Dafür wird ein eigenes OÖ-Universitätsgesetz entwickelt.

Faßmann: „Wir wollen nicht ein einfaches ‚Weiter so‘, sondern mit den neuen Fragestellungen im Zusammenhang mit der digitalen Transformation auch neue Lehr- und Forschungsstrukturen realisieren. Wesentlich ist mir auch die internationale Ausrichtung, auch bei den Studierenden. Deshalb ist die Schaffung eines attraktiven Standortes mit attraktiven Studienbedingungen wesentlich.“

 

Dazu zählen insbesondere:

  • die Schaffung neuer, innovativer Strukturen und flexibler Einheiten für Lehre und Forschung für die entsprechenden, curricularen und forschungsstrategischen Entwicklungen
  • ein eigenes, neues Studienrecht, das sich an den Anforderungen und Bedürfnissen der Studierenden orientiert (studierendenzentriertes Studienrecht).
  • ein effizientes System der Universitätsleitung und der akademischen Selbstverwaltung, die die breite Beteiligung aller Universitätsangehörigen betreffen. So wurde am Institute of Science and Technology (IST Austria) bereits ein ähnliches Faculty-Modell etabliert, das ein entsprechendes, transparentes und leistungsorientiertes Karrieremodell gewährleistet. An dieser Institution ist die gesamte Fakultät insbesondere in wichtigen, strategischen Personalfragen involviert.
  • eine umfassende Durchlässigkeit und Vernetzung mit Wirtschaft, Gesellschaft, aber auch mit Kunst, Kultur, Wissenschaft und Forschung, um neue Formen der Kooperation und Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung und der digitalen Transformation zu ermöglichen. Deshalb liegt es auf der Hand, dass Ausgründungen, SpinOffs und Start-Ups eine zentrale Rolle für die neue TU spielen werden.
  • Partnerschaft statt Doppelgleisigkeit: die breite Zusammenarbeit und Kooperation mit den 22 bestehenden öffentlichen Universitäten, aber auch aller anderen hochschulischen Einrichtungen, die ebenso über Expertise in bestimmten Digitalisierungsbereichen verfügen.

Ausblick auf das Studienjahr 2023/24 – was konkret an der TU für Digitalisierung und für digitale Transformation realisiert sein soll:

  • 2023/24: Start der TU für Digitalisierung und digitale Transformation
  • Schrittweiser Endausbau bis 2030: Bis dahin sollen bis zu 5.000 Studierende Bachelor-, Master- und Doktoratsstudien entweder als grundständige Studien oder als hochschulische Weiterbildungslehrgänge belegen können.
  • Bis 2030 sollen rund 100-150 Arbeitsgruppen installiert werden, die von hoch qualifizierten Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen und Berufsgruppen geleitet werden.
  • Lehr- und Arbeitssprache ist Englisch, denn Studierende, Lehrende, Forschende sollen international sein und aus allen Teilen der Welt an die neue TU kommen.
  • Studienangebot: möglichst multidisziplinäre Studien mit innovativen Lehr- und Vermittlungsformen

Was bisher geschah:

  • August 2020: Ankündigung, dass eine neue TU gegründet werden soll.
  • November 2020: die Vorbereitungsgruppe – bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung, des Landes Oberösterreich und der Scientific Community – eingesetzt. Sie erstellt in einem Rahmenplan zu den wesentlichen Grundfragen zur strategischen Positionierung, inhaltlichen Ausrichtung und zu organisatorischen Aspekten
  • Mai 2021: die wissenschaftliche Konzeptgruppe unter der Leitung des ausgewiesenen IT-Experten Gerhard Eschelbeck nimmt ihre Arbeit auf. Diese arbeitet an einer vertieften, wissenschaftlichen Spezifizierung des Rahmenplans in den Bereichen Lehre, Forschung und Wissenstransfer. Der Abschlussbericht der Konzeptgruppe soll im 4. Quartal 2021 vorliegen und in die anschließenden Gründungsaktivitäten Eingang finden.

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